DLV-Ladenbautagung 2018

Ladenbau.Trends.Zukunft.

Die Ladenbautagung des dlV wurde in diesem Jahr in Augsburg durchgeführt. Mal wieder perfekt organisiert. Dem Ehepaar Krause merkte man auch in diesem Jahr zu jeder Zeit an, dass diese mit Lust, Freude und Hingabe solche Events organisieren.

Der Nachmittag des ersten Veranstaltungstages bot werthaltige Beiträge zum Thema Shopping und zum Thema Personal, auf welche ich hier im Blog kurz eingehen möchte:

Der Sinneswandel zum Sinneshandel:

Frank Rehme, Innovationsexperte und Referent (https://www.frank-rehme.de) erläuterte den Wandel im Handel

Das Größte Geheimnis im Handel ist:

Das 20te Jahrhundert ist vorbei. Immer noch arbeiten viele Händler nach Rezepten des 20ten Jahrhunderts, dabei hat sich vieles geändert.

Menschen altern jünger, keine Rentengeneration hatte und hat künftig soviel Geld zur Verfügung wie die derzeitigen Rentner. Diese Zielgruppe ist daher bedeutend für den Handel.

Der Kunde von heute ist informiert, diese Entwicklung hat sich immer weiter fortgesetzt.

So kamen z.B. in den 60er Jahren die ersten Baumärkte auf und somit wurde der Kunde unabhängiger von Handwerksunternehmen
später wurden die Tankwarte abgelöst, da der Kunde lernte, mit Gefahrstoffen umzugehen und selber die Zapfsäule bedienen durfte.

Der Kunde war immer besser informiert, diese Tatsache hat den Handel verändert.
Auch ist der Handel ist nicht mehr der Versorger der Republik, denn der Kunde von heute hat bereits alles was dieser benötigt. Heute benötigt der Handel Konzepte, um den Kunden davon zu überzeugen, die 21te Hose zu kaufen.
Die Frequenzaufenthaltsdauer nach vorne bringen muss ein Ziel sein.

Zwei Rezepte:

Aufmerksamkeit erzeugen

Visibilität am POS zählt, z.B. GoPro verkauft keine Kameras, sondern die Möglichkeit, die eigenen Erlebnisse schnell und unkompliziert zu zeigen und mitzuteilen. Dieses transportiert das Unternehmen durch entsprechenden Content am POS.

Erlebnisse schaffen

Heute fordert der Kunde Erlebnisse, der schöne Urlaub ist teilweise wichtiger als das neue Auto. Die neuen Wettbewerber sind daher der Vergnügungspark oder der Klettergarten. Ein Beispiel dafür sind Stores wie Globetrotter in Berlin, welche dem Kunden ein Ruderbecken und eine Kältekammer bieten, oder das L&T Warenhaus in Osnabrück, welches eine stehende Welle zur Verfügung stellt, um dem Kunden die Möglichkeit bietet, das Surfbrett direkt auszuprobieren.

Globetrotter (QUELLE YOUTUBE):

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L&T (QUELLE: YOUTUBE)

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Produkte werden somit „multisensorisch“ angesprochen.

Auch die Umkleidekabine wird unter die Lupe genommen:

Der Kunde betritt den Laden, somit ist schon mal 50 % des erfolgreichen Verkaufes eines Produktes geschafft.

Der Kunde entscheidet sich für bestimmte Produkte und geht in Richtung Umkleidekabine und schon sind 80% des Erfolges erreicht.

Doch die endgültige Kaufentscheidung wird in der Umkleidekabine getroffen, dort ist der TEMPEL der ENTSCHEIDUNG.

  • Gibt es dort genügend Hacken um die Kleidung aufzuhängen?
  • Wie ist das Licht?
  • Wie ist die Sauberkeit?

Wurde somit alles unternommen, um dem Kunden in diesem Ort einen Ort des Wohlfühlens zu schaffen oder ist dieses ein Ort zum Ärgern?

Und der Ladenbauer schließlich ist der Impulsgeber, welcher mit einem Mix aus Freizeit, Neuromarketing und Handwerk, die Einkaufswelt realisiert.

Die Zeit der Macher ist vorbei: Warum wir neue Vorbilder brauchen

Boris Grundl, Keynote Speaker, Führungsexperte (http://www.borisgrundl.de/) , stellte den Teilnehmern seine Sicht über Führung und Führungsverhalten vor.

Der Keynote-Speaker überzeugte mit einem Vortrag zum Thema Personalführung und gab tiefgreifende Sätze, welche zum Nachdenken anregen, zum besten:

„Nicht das Gedachte ist wichtig, sondern das Sichtbarmachen von Gedachtem“

„Führen heißt Vorleben, alles andere ist Dressur“

„Ich erkenne mich und andere an den Ergebnissen, welche produziert werden“

„Erfüllt sein ist wichtig, nicht erfolgreich sein“

„Das SAGEN und das TUN zusammenbringen“

Drei treibende Kräfte in Zeiten der Digitalisierung:

Tempo, Komplexität und Transparenz, dieses sind die Themen der heutigen und kommenden Führungsgeneration.
Wenig Mächtige sind daher schon jetzt nicht mehr in der Lage, diese Anforderungen zu regeln, daher ist es notwendig:
Macht zu teilen.

Daraus abgeleitet sind sieben Punkte in der Personalführung von Bedeutung:

  1. Weniger kennen, mehr können
    • Wir können viel, und können davon wenig emotional umsetzen
  2. Konzentration auf das was da ist
    • Veränderung ist etwas Neues, Sich emotional auf das neue einstellen können
  3. Übern bis zur unbewussten Kompetenz
    • Ziel: Ergebnisse liefern können, ohne nachdenken zu müssen
  4. Ereignisse selbst interpretieren
    • Nicht das was wir erleben, sondern das was wir empfinden macht unser Schicksal aus. Wenn Menschen denken, Sie sind besser als sie sind, ist das eine Überlegenheitsillusion
  5. In Balance: Soziale Norm – Marktnorm
    • Das wichtigste ist ein Nest, in welches ein Mensch sich fallen lassen kann
  6. Die 4 Steuerungsknöpfe benutzen
    • Begeisterung wird mit Entgeisterung bezahlt
    • Kompetenz vs. Emotion
    • Wenige Dinge machen und diese konsequent durchziehen
  7. Mehr Brennglas, weniger Gießkanne
    • Welche Tat hat die Größte Auswirkung, die Ergebnisse mehr lieben als den damit verbundenen Status
Brennglas Gießkanne
Ergebnisse –          Stauts
Verantwortlichkeit –          Beliebtheit
Klarheit –          Sicherheit
Auseinandersetzung –          Harmonie
Vertrauen –          Unverletzbarkeit